Ritter-Rum-Torte

Regen, 8°, in Rullstorf, Frisur sitzt. Kumpelchen hat mich heute zum Tortenbacken eingeladen. Bei dem Wetter kann man auch nichts anderes machen als backen. Ich war über die Zutaten die ich mitbringen sollte, ziemlich überrascht. Dachte ja erst, ich soll nen Schweinebraten oder Schnitzel besorgen, letztes mal gab es ja eine Kotelett-Torte. Aber nein, 7 Packungen Ritter-Rum-Schokoriegel und Wiener-Boden sollen es sein.

Ritter-Rum-Torte

Bei Kumpel Kalle in der Küche angekommen, hat er mir als erstes Brettchen mit Messer hingelegt. Die Schokoriegel sollen geschält werden.

Ja Neee, is klar, ich hoffe dem ist bewusst das er von 84 Ritter-Rum-Schokoriegeln die Rinde abraspeln will. Aber ich hab ja den ganzen Tag Zeit, somit war die erste hälfte des Tages, für Kalle und mich, mit schälen eingeplant.

Der Rest ging dann ziemlich schnell, als erstes haben wir die Rinde von den Ritter-Rum-Riegeln mit etwa 200 Gramm dunkler Mousso Chocolat und 2 Esslöffel geschlagene Sahne durch nen Mixer geschickt, um daraus eine cremige dunkle Masse zu bekommen. Diese haben wir auf die erste Schicht Wiener Boden geschmiert, auf dieser ersten cremigen Schicht haben wir den 2ten Wiener Boden drauf gelegt. Diesen 2ten Wiener Boden haben wir mit etwa einen Schnapsglas Rum getränkt.

Das innere der Ritter-Rum-Schokoriegel haben wir mit etwa 400 Gramm geschlagener Sahne und einem extra Schnapsglas voll Rum ebenfalls durch den Mixer geschickt. Muss ja auch eine cremige Masse werden. Das dann auf den 2ten Wiener Boden geschmiert und mit dem letzten 3ten Wiener Boden abgedeckt.

Jetzt, wo die geschälten Ritter-Rum-Schokoriegel und die 3 Schichten Wiener Boden zu einer Torte zusammen geschmissen wurden, haben wir das ganze noch mit 400 Gramm Kuvertüre verkleidet und noch etwas verziert.

Die Torte haben wir für etwa eine Stunde im Kühlschrank kalt gestellt, bevor wir uns drüber her gemacht haben, um die ganze Torte zu verputzen. Aber daraus wurde nichts, nach einem Stück waren wir mehr als Satt. Das Ding ist ziemlich schwer und Süß, dafür aber verdammt lecker.

Die Torte hat geschätzte 12.000 Kalorien.

Gruss
eure Küchensau

16.11.2008  Marcus Weidemann

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Rollmops-Kuchen

….mit Brathering und Kaviar.

Heut ist nen lecker Kuchennachmittag bei sehr guten Freunden angesagt. Da wir den Kuchen mitbringen, haben wir es auch in der Hand was es gibt, einmal einen sehr guten und selbst gemachten Schokoladenkuchen, leider nur aus Zartbitterschokolade ….nicht wirklich was für mich. Also muss noch nen 2ter Kuchen her der eher nach meinem Geschmack ist. Als ich drüber nachdachte was ich denn grad gerne essen mag, viel mir sofort Rollmops und Brathering ein.

Rollmopskuchen

Tja, dann muss wohl ein Rollmopskuchen her. Ich also los und einkaufen. Süßer Boden für nen Rollmopskuchen kann man wohl vergessen, also habe ich eine Backmischung für Vollkornbrot genommen, dazu noch Mayonnaise für den saftigen Geschmack, Rollmöpse, Bratheringe und ein wenig Kaviar. Ach ja, Tortenguss darf ich auch nicht vergessen.

Zuhause angekommen, habe ich mir erstmal eine Kuchenform geschnappt um dem Vollkornbrot die Form eines Obstkuchen zu verpassen. Ist auch sehr gut gelungen, das Vollkornbrot sieht jetzt aus wie ein schöner trockener Kuchen mit nix drauf. Den Kuchenboden habe ich dann mit Butter eingeschmiert um dafür zu sorgen, das der Boden nicht zu sehr vom Rollmopssaft weich wird.

Als das Brot noch im Backofen war, hatte ich alle Rollmöpse und Bratheringe trocken gelegt damit die nicht zu sehr den Boden aufweichen und gut in Tortenguss ertränkt werden können.

Bevor ich aber die Rollmöpse auf dem Boden verteile, habe ich ein großes Häufchen Mayonnaise in die Mitte des Kuchenbodens platziert, dieses Häufchen wurde auch mit ein wenig Kaviar geschmückt, für den besseren Geschmack. Die trockenen Rollmöpse und Bratheringe habe ich dann um den Klecks Mayonnaise herum sauber verteilt. Zum Schluss nur noch den Tortenguss (ungesüsst natürlich) drüber gegossen und fertig war mein Kuchen für den Kuchennachmittag.

Das Fazit nach dem Kuchennachmittag war, man konnte den essen (immerhin wurde der halbe Kuchen verputzt), aber fürs nächste mal sollte der Tortenguss nicht mit Wasser sondern mit Rollmopssaft angesetzt werden und statt Rollmöpse könnte man bestimmt auch gut Forelle oder Aal nehmen.

Versteht es jetzt bitte nicht falsch, aber ich habe meine Freunde wirklich sehr gern.

Viele Grüsse
eure Küchensau

11.10.2008  Marcus Weidemann

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Kotelett-Torte

Als erstes großes Projekt für meinen Notizzettel habe ich mir mit meinem Kumpel Kalle, eine Kotelett-Torte vorgenommen.

Kotelett-Torte

Wir haben Tage drüber gequatscht, wie man so was bauen könnte. Die erste Idee war, wir nehmen eine Pizza, kratzen den italienischen kram runter und knallen uns schön gebratene Koteletts oben drauf. Wäre bestimmt nicht sehr ansehnlich geworden, und wer hätte die eine Pizza mit den Koteletts bekommen, das war ja grad mal ne Portion für einen.

Nen halbes dutzend Biere und eine große Zigarre später hatten wir dann auch schon einen Plan. Der Plan war “nächsten Samstag bauen wir die Kotelett-Torte”. Nur das wie war immer noch nicht sicher beantwortet.

Samstagmittag standen wir beide dann bei Aldi vor der schon fast leeren Fleischtruhe. Was haben wir auch anderes erwartet, es war ein sonniger Samstag Mittag, klar das wir dann nur noch die Reste zur Auswahl hatten. Vor der Truhe gab es dann nur noch die eine Frage, nehmen wir Kasslerkotelett oder frisches Kotelett. Die Menge war klar, das was noch da war. Wir haben also frisches Kotelett genommen, ganze 1400 Gramm waren es noch.

Für den Boden hatten wir uns einen großen Rösti vorgestellt, aber wir haben nichts gefunden außer ein paar Klöße, angebratene Klöße sollten wohl das gleiche sein. Und um unser Gewissen für gesunde Ernährung zu beruhigen gab es dazu noch 2 Dosen Erbsen mit Möhren. Und natürlich das wichtigste war der 6er-Pack Bier. Alle anderen Zutaten hatte ich noch Zuhause.

Gut gerüstet haben wir uns dann nach dem Einkauf auch gleich in meiner Küche an die Arbeit gemacht. Als erstes hieß es, Platz machen. Meine Küche ist nicht sehr groß, dafür aber mein Kumpel umso größer.

Als erstes mussten wir Klöse aufsetzen und Kartoffeln schälen. Die geschälten Kartoffeln haben wir gekocht und zu Kartoffelpüree gestampft. Das Kartoffelpüree soll die Verkleidung der Torte werden und die Klöse zu Boden und Zwischenschicht für die Torte, sobald die gar sind.

Während die Kartoffeln und Klöße am dahinkochen sind haben wir die Koteletts entbeint und durchgewaschen. Weil sich eine Torte sicher schlecht schneiden lässt, wenn da ganze Koteletts drin liegen, haben wir die durch eine Küchenmaschine zum zerkleinern geschickt, damit auch ein wenig mehr Geschmack reinkommt ist auch gleich ein großer Streifen geräucherter Bauchspeck mit hineingekommen. Diese graue Fleischpampe haben wir dann mit Salz, Pfeffer, Eiern und Paniermehl verfeinert. Das ganze anschließend in eine Kuchen-Springform gestopft und im Backofen etwa 40 Minuten lang gebacken.

Als wir diesen Fleischklotz aus dem Backofen herausgeholt hatten, war die Verlockung schon sehr gross, daraus einen Cheeseburger zu machen. Aber nein, das würde unser Projekt “Kotelett-Torte” etwas zurückwerfen.

Die Kartoffeln sind gestampft, die Klöße gar und platt gedrückt, die Koteletts zu einem gossen runden Fleischteller fertig gebacken. Den Fleischteller haben wir so in der Mitte durchgeschnitten, dass wir 2 solche Fleischteller haben. Erbsen und Möhren sind gekocht.

Aus den platt gedrückten Klößen haben wir 2 Teigteller geformt, den einen haben wir angebraten, aus dem soll der Boden werden. Auf diesen Boden haben wir eine Schicht gestampfte Erbsen geschmiert und dann den ersten Fleischteller draufgelegt. Das war ein sehr leichtes Schichten der Zutaten, nach dem ersten Fleischteller, kam eine Schicht aus Klößen, dann die Erbsen und anschließend der letzte Fleischteller. Diesen Turm aus Zutaten haben wir dann gründlich mit dem Kartoffelpüree so verschmiert, das es wie eine Torte aussah.

Aus nem büschen Kartoffelpüree und einer Spritztüte, die wir aus einem Gefrierbeutel gebastelt haben, ein paar kleine Kartoffelspitzen gespritzt und knusprig gebacken. Kleine restliche Fleischfetzen scharf angebraten und schon hatten wir alles was wir zum garnieren brauchten.

Und schon ist die Torte fertig.

Folgende Zutaten haben wir verarbeitet:

  • 1,4 Kilo frische Koteletts
  • 2 Eier
  • 2 Tassen Paniermehl
  • 12 Klöße
  • 1 Kg Kartoffeln
  • 2 grosse Dosen Erbsen und Möhren
  • ca. 50 gr. Butter für den Kartoffelpüree
  • ca 100 ml süsse Sahne für den Kartoffelpüree
  • Salz und Pfeffer

Eine gute Torte muss dampfen!

Gruss, eure
Küchensau

05.10.2008  Marcus Weidemann

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